Link zum SiG-Newsletter: SiG 162 | Sand im Getriebe

Vorwort:
Ingar Sloty stellt in einem Interview zu seinem neuen Buch „Innere Zeitenwende“ Fragen, die wir aufgegriffen haben: „Die Bevölkerung in Deutschland steht vor einer Grundsatzentscheidung“.
„Will man Hochrüstung und Krieg oder Frieden und gemeinsame Sicherheit, will man eine zivile oder eine militarisierte Gesellschaft?“
Ingar Solty analysiert einen „neuen Imperialismustyp“, den man u.a. in Venezuela („Öl-Raub“) wie in Kuba („Herzzerreißende Lage“) beobachten kann.
Jeffrey Sachs stellt „die gefährlichste Konstellation“ fest, „die Europa seit vielen Jahrzehnten gesehen hat“;
Werner Rügemer ruft auf, „friedensaktiv statt kriegstüchtig!“ zu werden, und Theodor Ziegler: „Lasst uns kriegsuntüchtig werden!“ Jeannette Fischer hebt hervor: Furcht bewahrt die Handlungsfähigkeit – Angst lähmt.
Yuval Abraham, der israelische Co-Regisseur vom Film „NAZA“, der auf dem Filmfestival in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde, sagte:
„Ein dreijähriges Mädchen wurde in der Schule bombardiert, ein siebenjähriges Mädchen im Auto.“ Er fuhr fort: „Es ist unser Land, das diese Verbrechen begeht; die Europäer sollten den Film sehen, insbesondere hier in Italien, denn eure Regierung und die deutsche Regierung blockieren jeglichen Druck auf Israel, der dem ein Ende setzen könnte.“ Der Palästinenser Mahmoud Mushtaha fragt sich, wie ein Menschenleben zum „Kollateralschaden“ werden kann.
Ilan Pappé meint, „wir befinden uns in einem Prozess, der das Potenzial hat, Zionismus und Kolonialismus zu beenden. […] Das Fundament bröckelt“.
Er ruft auf „von Worten zu Taten“ überzugehen.
Für den 10. Oktober wird ein internationaler Solidaritätstag für Palästina vorbereitet.
Will man einen demokratisierten oder einen autoritären Staat?
Die Progressive Internationale betrachtet den „Neuen McCarthyismus“ als eine zugleich lächerliche und beängstigende Strategie zur Unterdrückung von Befreiungsbewegungen in den USA und der ganzen Welt („Rote Angst“).
Will man einen Sozialstaat oder einen Rüstungsstaat?
German Foreign Policy analysiert in „Die Wahl der Chancenlosen“ die AfD-Erfolge und mahnt eine „glaubwürdige linke“ Politik an.
Magdalena Berger zeigt, wie in Graz eine linke Kommunalpolitik aussehen kann.
Peter Vlatten betont, „aus den Protestaktionen der IG Metall muss Widerstand werden!“ und ruft auf zum „DGB Aktionstag: Am 26.09. auf die Straße gegen Sozialabbau und Aufrüstung!“
German Foreign Policy erwähnt im „Herbst des Protests“ den wachsenden Widerstand gegen Militarisierung. Wir listen Aktionen für den Frieden auf, in Deutschland wie in anderen Ländern (Nationales Bündnis der Friedensmärsche in Frankreich u. a. m.)
Und schließlich: Will man eine Welt, in der die Klimakrise eskaliert mit allen Folgen von Fluchtbewegungen und Kriegen, oder arbeitet man durch internationale Kooperation daran, diese wenigsten einzudämmen?
Robin Wood – und andere – setzen sich für „Öffis statt Panzer – für einen sozial-ökologischen Umbau der Autoindustrie!“ ein; die im TUED zusammengeschlossenen Gewerkschaftsmitglieder wollen parallel zu COP 31 „eine klare und überzeugende gewerkschaftliche Alternative zur neoliberalen Klimapolitik – den „Public Pathway“ – weiterentwickeln“; am 26. September finden in ganz Frankreich „Demonstrationen für das Klima, für alle Lebewesen, für den Frieden und für soziale Gerechtigkeit“ statt.
Für unsere Reihe „Von Bandung zu BRICS“ haben wir einen Beitrag von Salsabila Putri Noor Aziziah, Focus on the South, übersetzt: „Erinnerungen an die feministische antiimperialistische Bewegung“.
