Gewerkschaften für den Frieden: Konferenz in London und Würzburg – DGB-Beschlüsse – Veranstaltungshinweise

I. Gewerkschaftskonferenz am 24. und 25. Juli in Würzburg – Den Frieden gewinnen und nicht den Krieg

Vom 24. bis 25. Juli tagten in Würzburg weit mehr als 250 Friedensaktivist*innen aus nationalen und internationalen Gewerkschaften. Per Video-Streaming konnten viele Interessierte die Tagung mitverfolgen. Zu den friedenspolitisch engagierten Referent*innen und Podiumsteilnehmer*innen zählten Vertreter*innen aus Gewerkschaften, politischen Parteien, Friedensorganisationen, Wissenschaft und Bildung. Das Publikum wurde in die Konferenz einbezogen. In den Pausen kam es zu Gesprächen unter den Teilnehmenden. Das Ziel der Konferenz bestand darin, der Militarisierung, der Aufrüstung und dem massiven Sozialabbau entgegenzuwirken sowie sich für die Stärkung friedenspolitischer und antimilitaristischer Kräfte in nationalen und internationalen Gewerkschaften einzusetzen. Die Vorstellungen für den gewerkschaftlichen Weg zum Frieden unterschieden sich teilweise. Es gab jedoch weit mehr Übereinstimmungen in den Debatten. In den Jahren zuvor hatten bereits Gewerkschaftskonferenzen für den Frieden in Hanau, Stuttgart und Salzgitter stattgefunden.

Rückblick – Publikationen:

Einladung zur Konferenz: Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg! – Rosa-Luxemburg-Stiftung

Programm der Konferenz: https://info.rosalux.de/download/9zjym/S-84eecd2a-0a6b-4576-b52f-2326f3725413_WebShop%20-%20Flyer%20Friedenskonferenz.pdf

24. Juli – Livestream
25. Juli – Livestream
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Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg – Gewerkschaften gegen Krieg & Aufrüstung

Flyer zur Veranstaltung

Video zur Veranstaltung https://youtu.be/c9kq-zIIL44

Viel Engagement und Tatkraft haben Friedensbewegte in Gewerkschaften gezeigt, um gegen Krieg und Aufrüstung zu mobilisieren. In den letzten Monaten ist viel Konkretes und Zukunftsweisendes passiert.

Die Bag GuK, Attac Würzburg und DFG-VK Würzburg haben Ulrike Eifler (BAG Betrieb & Gewerkschaft und politische Sekretärin in der IG Metall Geschäftsstelle Wü) und Reinhard Frankl (Aschaffenburg, Gewerkschaftsmitglied Erziehung und Wissenschaft – GEW) eingeladen, um mehr über Hintergründe und Vorstellungen der stärker werdenden Friedensinitiativen in Gewerkschaften zu erfahren.

In Hanau im Juni 2023 und in Stuttgart im Juni 2024 fanden wichtige gewerkschaftlich organisierte Friedenskonferenzen statt. Diese Konferenzen fanden reges Interesse bei vielen Gewerkschafts-Kollegen.

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„Waffen runter, Löhne rauf!“

Im Juni 2023 organisierten die IG Metall Hanau-Fulda und die Rosa-Luxemburg-Stiftung die erste Friedenspolitische Gewerkschaftskonferenz. Sie war mit über 500 Teilnehmern vor Ort und im Stream ein großer Erfolg. Die Folgekonferenz in Stuttgarter Willi-Bleicher-Haus am 14./15. Juni 2024, diesmal zusammen mit verdi, hat gezeigt, dass dieser Meilenstein also kein Solitär blieb (vgl. Buchbesprechung „Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg!“). An den beiden Tagen haben ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Präsenz und etwa 800 im Stream spannende Inputs, mutmachende Songs und ein nachdenklich machendens Ossietzky-Programm erlebt und in engagierten Diskussionen mitgestaltet.

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Ein neuer Meilenstein in Gewerkschafts- und Friedensbewegung

Buchempfehlung von Reinhard Frankl (GEW)

Der russische Angriff auf die Ukraine und die unmittelbar darauf folgende Ausrufung einer „Zeiten­wende“ durch den sozialdemokratischen Bundeskanzler machten klar, dass sich die Friedensbeweg­ung auf Jahrzehnte hinaus noch schwerer tun würde als schon in den vergan­genen. Es folgte ein quasi gesamtgesellschaftlicher Burgfrieden bis weit in die sich selbst als radikal bezeichnende Linke hinein, wie er zuletzt von 1914 berichtet wird. In den Gewerkschaften wurde dieser Burgfrieden zum ersten Mal gebrochen mit dem Streik der Hanauer IG Metall- und ver.di-Kolleginnen und -Kollegen im November 2022 unter dem Motto „Löhne rauf! Waffen runter!“. Er sucht noch heute sei­nesgleichen. Damit war die Wahl des Ortes für die ge­werkschaftliche Friedenskonferenz am 23./24. Juni 2023 in Hanau getroffen. Ihre Bedeutung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden: Mit ihr wurde ein neuer Meilenstein in Gewerkschafts- und Friedens­bewegung gesetzt. Ulrike Eifler (BAG Betrieb & Gewerkschaft) war maßgeblich an der Organisation beteiligt.

Damit dieser Meilenstein nicht ein Solitär in Gewerkschafts- und Friedensbewegung bleibe, hat sie nun zwölf überar­beitete Verschriftlichungen von Konferenzbeiträgen herausgegeben. Unter dem Ti­tel „Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg. Zur Rolle der Gewerkschaften in der Friedensbewe­gung“ sind sie kürzlich beim Verlag „Westfälisches Dampfboot“ als Taschenbuch erschienen, gefördert von der Ro­sa-Luxemburg-Stiftung (RLS).

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