Archiv 29. Juli 2026

Friedensfähig werden – Atomwaffen abschaffen!

Quelle und weitere Informationen: Aktuelle Ausgabe von Sand-Im Getriebe / Seite 17/18

Hiroshima und Nagasaki – Gedenktage am 6. und 9. August 2026

Am 6. und 9. August 1945 wurden die Städte Hiroshima und Nagasaki Ziel der ersten und bislang einzigen Atombombenabwürfe. Etwa 92.000 Menschen starben sofort, ca. 130.000 weitere Menschen starben bis zum Jahresende an den Folgeschäden. Auch 80 Jahre danach gedenken wir der Opfer. Sie mahnen uns, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten. Doch noch immer gibt es weltweit 12.000 Atomwaffen von denen etwa 1.800 in ständiger Alarmbereitschaft gehalten werden und der Menschheit innerhalb weniger Minuten ein Ende bereiten können.
Das Ende des Zeitalters der Atomwaffen ist auch heute noch in weiter Ferne. Das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages (AVV) in 2021 lässt uns Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt schöpfen. Mittlerweile wurde der Vertrag bereits von 73 Staaten ratifiziert. 25 weitere Staaten haben ihn bereits unterzeichnet (Stand: Mai 2025).
Die Botschaft, die der Atomwaffenverbotsvertrag in die Welt sendet, ist eindeutig: Die humanitären Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen sind inakzeptabel. Deshalb müs sen wir die Atomwaffen abschaffen – bevor die Atomwaffen uns abschaffen. Diese Botschaft richtet sich auch an die
Bundesregierung, welche sich bis heute weigert, die US-amerikanischen Atomwaffen aus Büchel abziehen zu lassen und dem Verbotsvertrag beizutreten.

Alle Infos zum Hiroshima und Nagasaki Gedenktag am 6. und 9. August 2026 | Netzwerk Friedenskooperative: Aufrufe – Termine – Erklärungen – Redebeiträge – Kundgebungsorte

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SiG 161 – Globalisierungskritscher Newsletter

SiG 161 | Sand im Getriebe (40 Seiten – pdf-Dokument)

Themen

Von Bandung zu BRICS

  • Ingeborg Schellmann: Einleitung
  • Walden Bello und Shalmali Guttal: Der lange Marsch von Bandung zu den BRICS
  • Tricontinental: Eindringlinge in einer fremden Welt
  • Rede vom Präsidenten Sukarno auf der Bandung-Konferenz 18. April 1955

Gutes Leben für alle statt Überfluss für einige

  • Oxfam: Mit Straflosigkeit und Ungleichheit Schluss machen
  • Attac Frankreich: Unsere engagierte Freundin Susan George ist von uns gegangen
  • Sabiene Jahn: Jean Ziegler – Der Mensch, der nicht wegsehen wollte
  • Weltsozialforum 2026 in Cotonou (Benin)
  • Bernard Cassen

Friedensfähig werden

  • Atomwaffen abschaffen!
  • Kazumi Matsui, Präsident der Bürgermeister für den Frieden (Mayors for Peace)
  • Manfred Böhm: Dringende Warnung aus Castel Gandolfo: Entmachtet die Militär-KI!
  • 11. Überprüfungskonferenz der Vertrags-staaten zum Atomwaffensperrvertrag
  • Rheinmetall entwaffnen!
  • I. Schellmann: Sanktionen der EU gegen eigene Bürger treiben diese in eine totale Isolation
  • NEIN bleibt NEIN! Keine Mittelstreckenwaffen!
  • Jeffrey Sachs: Offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz: Es ist Zeit für Diplomatie
  • German Foreign Policy: Deutschlands Rüstungsdurchmarsch
  • Christoph Butterwegge: Gerechtigkeit durch Erhöhung der sog. Reichensteuer?
  • Tobias Weißert: Sozialkahlschlag für Großmachtziele
  • Ulrike Eifler: Die Perspektive des Friedens
  • Stärkung der nationalen und internationalen Gewerkschaften gegen Militarisierung und Kriegsgefahr
  • NO G7 – Welfare, not warfare! Für Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität
  • Attac Frankreich: Gegen die Kriegsgewinnler und ihre Welt

Westasien – Palästina

  • German Foreign Policy: Deutschland: Beihilfe zum Angriffskrieg gegen den Iran
  • Libanon: Rahmenabkommen gleicht einer Kapitulation
  • Sylvain Henry: Tel Aviv macht keinen Hehl aus seinen Bestrebungen, die Grenzen im Nahen Osten neu zu ziehen
  • Palestinian Centre for Human Rights: Tausend Tage Genozid im Gazastreifen
  • Ahmed Abu Amsha: WE WILL REBUILD GAZA
  • Folter in Israel: Klinikdirektor Hussam Abu Safija in Lebensgefahr
  • Deutschland verhindert EU-Sanktionen gegen Israel
  • Leïla Shahid – Nachruf

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Gewerkschaften für den Frieden: Konferenz in London und Würzburg – DGB-Beschlüsse – Veranstaltungshinweise

I. Gewerkschaftskonferenz am 24. und 25. Juli in Würzburg – Den Frieden gewinnen und nicht den Krieg

Vom 24. bis 25. Juli tagten in Würzburg weit mehr als 250 Friedensaktivist*innen aus nationalen und internationalen Gewerkschaften. Per Video-Streaming konnten viele Interessierte die Tagung mitverfolgen. Zu den friedenspolitisch engagierten Referent*innen und Podiumsteilnehmer*innen zählten Vertreter*innen aus Gewerkschaften, politischen Parteien, Friedensorganisationen, Wissenschaft und Bildung. Das Publikum wurde in die Konferenz einbezogen. In den Pausen kam es zu Gesprächen unter den Teilnehmenden. Das Ziel der Konferenz bestand darin, der Militarisierung, der Aufrüstung und dem massiven Sozialabbau entgegenzuwirken sowie sich für die Stärkung friedenspolitischer und antimilitaristischer Kräfte in nationalen und internationalen Gewerkschaften einzusetzen. Die Vorstellungen für den gewerkschaftlichen Weg zum Frieden unterschieden sich teilweise. Es gab jedoch weit mehr Übereinstimmungen in den Debatten. In den Jahren zuvor hatten bereits Gewerkschaftskonferenzen für den Frieden in Hanau, Stuttgart und Salzgitter stattgefunden.

Rückblick – Publikationen:

Einladung zur Konferenz: Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg! – Rosa-Luxemburg-Stiftung

Programm der Konferenz: https://info.rosalux.de/download/9zjym/S-84eecd2a-0a6b-4576-b52f-2326f3725413_WebShop%20-%20Flyer%20Friedenskonferenz.pdf

24. Juli – Livestream
25. Juli – Livestream
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KoPI Pressemitteilung: Kritische Stimmen deutscher Politiker zur Israel-Politik Deutschlands

Nachdem deutsche Medien bereits seit einiger Zeit zunehmend kritisch über den Umgang des Staates Israel mit den Palästinenser:innen berichten, scheint endlich auch in der deutschen Politik ein Umdenken einzusetzen:

  • In ihrem Parteitagsbeschluss vom 19.6.26 fordert die Partei Die Linke die Bundesregierung auf, sich mit ihrer Israel-Politik an die Gutachten und Urteile der beiden Haager Gerichtshöfe zu halten, von denen einer z.B. 2024 die völkerrechtswidrige israelische Besetzung von Westbank, Ostjerusalem und Gaza feststellte und von Israel deren sofortige Beendigung verlangte. Die Linke setzt sich außerdem dafür ein, „die Handlungsfähigkeit der Vereinten Nationen und ihrer Organisationen, insbesondere der UNRWA, gegen politischen Druck und Finanzierungsentzug aktiv [zu] verteidigen.“ Ferner unterstützt sie die Genozid-Klage Südafrikas gegen Israel und fordert in diesem Zusammenhang die unverzügliche Einstellung jeder militärischen Zusammenarbeit. Nicht zuletzt stellt sich die Partei „gegen staatliche Angriffe sowie die strukturelle Unterdrückung palästinasolidarischer Positionen, etwa durch Versammlungsverbote, Polizeigewalt oder politische Einschüchterung“; denn friedlicher Protest sei ein legitimes Mittel politischer Auseinandersetzung.
  • 48 Bundestagsabgeordnete verschiedener Parteien haben auf Initiative der SPD-Abgeordneten Adis Ahmetović und Isabel Cademartori einen Brief an den israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog geschrieben, in dem sie sich für die unverzügliche Freilassung des palästinensischen Kinderarztes Dr. Hussam Abu Safiya und vieler anderen Ärztinnen und Ärzte einsetzen, die in israelischen Gefängnissen inhaftiert sind.
  • Der Erhard-Eppler-Kreis der SPD fordert: „Deutschland darf sich nicht hinter Netanjahus Regierung stellen; und er beklagt u.a., dass Deutschland auf EU-Ebene Entscheidungen immer ausbremst, wenn es um „Handelsbeschränkungen für Waren aus den besetzten Gebieten, die teilweise Aussetzung des Assoziierungsabkommens [sowie] Sanktionen gegen gewaltbereite Siedler und einzelne Minister“ geht.

Der „Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel“ (KoPI), in dem sich bundesweit 38 Vereine und Gruppierungen zusammengefunden haben, die sich „Für ein Ende der Besatzung und für einen gerechten Frieden“ in Nahost einsetzen, begrüßt diese Schritte ausdrücklich und fordert ein grundsätzliches Überdenken der deutschen Nahost-Politik. Denn

  • die Menschen- und Völkerrechtsverletzungen in den besetzten palästinensischen Gebieten sind seit Jahrzehnten dokumentiert;
  • die genozidale Tendenz der gegenwärtigen militärischen Aktionen der israelischen Armee im Gazastreifen wird längst auch von israelischen Juristen und Historikern als solche anerkannt;
  • das Ziel einer völkerrechtswidrigen Annexion des Westjordanlands ist aufgrund der gegenwärtig enorm zunehmenden Siedlungstätigkeit, verbunden mit ausufernder Siedlergewalt, nicht mehr zu leugnen.

Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung wirksame Maßnahmen ergreift und ihrer nach internationalem Recht bestehenden Pflicht nachkommt, sich effektiv und nachdrücklich für die Einhaltung des Völkerrechts einzusetzen.

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